Gelebte Geschichte und Kostüme
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Eigentlich schon konfus - da schreibt man lange Zeit, und dennoch - plötzlich ist das Bedürfnis zu schreiben nicht mehr da... Die Schreibblockade hat die letzten 2 Jahre angehalten, auch mein Kostüm-Blog hat seit dem letzten September kein Update mehr gehabt, dabei war ich wirklich nicht untätig.
Vielleicht hängt die Blockade auch damit zusammen, dass ich langsam älter (nicht erwachsener) werde, oder dass ich mir die Zeit nicht mehr genommen habe?
Irgendwie ist für mich nun aber auch die Zeit gekommen, um mich privat zu verändern. Die letzten Jahre waren von einer "geschäftigen Sesshaftigkeit" geprägt - kaum bin ich wo eingezogen, hatte mich eingelebt, da juckte es mich bereits wieder, weiterzuziehen. Diesen Frühsommer überkam es mich wieder, doch entgegen allen Umständen (positive Wohnungszusage in Bern, gute Zugverbindungen, Freunde) bin ich in Basel wohnengeblieben. Irgendwie ist meine Wohnung wirklich zu meinem Zuhause geworden - so wirklich wie das Wort "wirklich" auch sein kann. Jetzt möchte ich es schönhaben, eine richtige Wohnung (zum Wohnen - nicht zum Essen, Duschen, Schlafen) haben.
Ergo - die Pläne sind gezeichnet, diesen Winter wird umgeräumt.
Erstaunlicherweise geht es seit diesem "Nachhausekommen" auch kreativ wieder vom Fleck; die Schreibblockade ist gelöst, und die kleine Anna macht ihre ersten Schritte. Nun juckt es mich in den Fingern, den Zeichentisch ans Fenster gerückt zu haben, ich will/muss weiterzeichnen!
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Handschriftenprobe
Avhy hat auf ihrem Blog einen Link zu einen Handschriftentest angegeben - nur, das ist bei mir herausgekommen:
Das sagt ihre Handschrift über....
... das Selbstbewusstsein Alessandra verfügt über eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, ohne überheblich zu sein. Sie muss nicht ständig im Mittelpunkt stehen, stellt ihr Licht aber auch nicht unter den Scheffel. Mit Kritik und Misserfolg kann Alessandra nicht gut umgehen. Alessandra hat oft den Wunsch, andere vor Unheil zu bewahren. Dieser Beschützerinstinkt führt aber mitunter dazu, dass sie bevormundend erscheint.
... den Umgang mit anderen Alessandra ist ein aufgeschlossener Mensch. Wer ein Gespräch mit ihr sucht, findet meist ein offenes Ohr. Fremden gegenüber bleibt Alessandra aber erst einmal reserviert. Alessandra überlässt nichts gern dem Zufall. In Beziehungen zu Freunden oder Arbeitskollegen versucht sie deshalb, die Zügel in der Hand zu behalten. Alessandra legt Wert auf Umgangsformen. Sie verhält sich anderen gegenüber sehr höflich und zuvorkommend. Mitunter lässt sie ihr gutes Benehmen etwas steif wirken.
... Willensstärke, Energie und Disziplin Alessandra ist ein unternehmungslustiger Mensch, ohne gezwungen betriebsam zu sein. Sie versucht, eine Balance zwischen Aktion und Erholung zu finden. Alessandra ist in der Lage, für sie bedeutungsvolle Aufgaben mit Disziplin zu erreichen. Sie unterwirft die eigenen Vorstellungen aber auch von Zeit zu Zeit einer kritischen Prüfung und gibt Ziele auf, wenn sie ihr nicht mehr wichtig erscheinen
... das Lebensgefühl Alessandra ist ein ausgesprochen heiterer und humorvoller Mensch. Dank ihres Optimismus sieht das Glas für sie meist halb voll aus - nicht halb leer. Sie ist impulsiv und wirkt dadurch auf weniger temperamentvolle Menschen zuweilen etwas überdreht
... den Ordnungssinn und die Fantasie Alessandra ist ein pragmatischer Mensch, der schnell das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden kann. Dank ihrer geistigen Klarheit trifft sie oft richtige Entscheidungen. Es fällt ihr leicht, selbst komplexe Sachverhalte zu verstehen. Mitunter geht Alessandra dabei jedoch zu nüchtern und vernunftgesteuert vor. Alessandra hält sich an das Motto: Never change a winning team! Wenn sich eine Methode bewährt hat, setzt sie diese immer wieder ein. Es fällt ihr nicht leicht, neue Wege zu gehen und gewohnte Denkmuster zu durchbrechen. Alessandra verfügt über Fantasie und hat einen guten Blick für Farben und Formen. Sie ist gern künstlerisch tätig
... Idealismus und Realismus Alessandra weiß, dass der Mensch allein von Luft und Liebe nicht leben kann. Für sich und die Familie strebt sie materiellen Wohlstand an. Wenn Alessandra Anstrengungen unternimmt, dann konzentriert sie sich möglichst auf jene, die auch einen finanziellen Vorteil bringen.
Quelle: http://cocomore.rtl.de/handschrift/start.php
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Endlich wieder einmal ein Eintrag... Viel ist gelaufen - und sehr vieles lässt sich auf Costumes nachlesen.
Was aus dem Blog hier wird, weiss ich leider noch nicht, ich würde ihn zwar sehr gerne weiterhin für persönliche Experimente etc gebrauchen.
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Römerfest Augusta Raurica 2005
Seit Monaten dauerten die Vorbereitungen an - viel zu nähen, Salben zu rühren, Riiabona die in Monatelanger Arbeit über 600 Spindeln anfertigte, und nach 2 Tagen ist der Spuk schon wieder vorbei!
Aber: VENI, VIDI, VICI - das Motto für das Römerfest galt auch für die Helvetiis - Wir kamen, sahen, und trauten unseren Augen nicht!
Angefangen hat die ganze Sache denkbar ungünstig. Die angerührte Lippenschminke wurde im Kühlschrank krümelig, und diejenige, die draussen blieb, kippte über.
Quintus litt an Kopfschmerzen, und als wir endlich in Augusta Raurica ankamen, waren wir schon vor dem eigentlichen Anlass kaputt.
Das Zelt war schnell aufgestellt, die Kartoffeln für das unauthentische Fondue (Helvetische Orgie!) aufgesetzt. Dann mit Avhy wieder nach Basel, Gari einsammeln gehen.
Danach kam die Fondue! Viel zu lachen, und viel zu schmausen :-)
"Oh - Kartoffel verloren"! "In den See! in den See!" "-Gibts nicht!" "Ins Dixie ins Dixie!"
(zur Anmerkung: Dixies sind Toitoi-Wc's. Die Toiletten wurden übrigens auch überbenamst: Spiderworld war die Toilette unter der Curia, Dixieland die Toitois auf dem Forum)
Avhy hat die Käsemischung so gut geschmeckt, dass sie am Schluss das Caquelon ausputze - aber es war ja auch lecker!
Morgens darauf stellte ich mit grossem Schrecken fest, dass meinKleiderkorb veschwundenr, vergessen gegangen ist, so dass die restlichen Helvetiis eine langsam nervenböse Romano-Keltin beruhigen musste.
Zum Glück fuhr mich Quintus nochmals nach Hause, wo dann auch tatsächlich der Korb einsam und unschuldig in der Badezimmertüre stand.
Erleichtert packte ich Korb und Isomatte für Riiabona, stürmte wieder nach unten ins Auto, und vergass dabei völlig die vorgefertigten Kindertuniken mitzunehmen!
Item - pünkltich zur Festpompa waren wir wieder sur place, um den durchpompierenden Cives huldvoll und fröhlich zuwinken konnten.
Danach ging es recht schnell: "Wie entsteht ein Faden?" "Warum dreht sich das?" "Was machen sie mit dem Faden?" Erklären, lächeln, ins Spinnen einführen, Besuch willkommen heissen, einen schnellen Kuss für Quintus, noch schnell bei Holger einkaufen gehen (Fiiiiiiibeln!), so ganz rasch über das Forum gehen, den Gladiatoren nachgucken (und mit Gari und Avhy sich darüber unterhalten, welcher nun am durchtrainiertesten aussieht), bei Tinu Wassermelone kaufen und immer wieder "Lueg mal - die spinned ja!".
Darüber wurde es doch irgendwann mal Abend - und wir waren hocherfreut, dass wir uns untertags jederzeit eine Dekadenz holen gehen konnten - sprich: Kaffee.
Dann noch rasch bei der in der Pizzeria schmausenden Legio-Leuten vorbeizugucken - von Claudia bekam ich ein wunderbares Glacé spendiert!
Danach im Lager etwas aufgeräumt, und es sich gemütlich gemacht - Hilke guckte noch vorbei - Bernd setzte sich zu uns und unterhielt sich lange und ausgiebig mit den Junggalliern.
Der perfekte ruhige Abend, abgesehen, vom etwas lauten "Delirium" - der Saufstube mit Open-End.
Im Delirium wurde offenbar wirklich bis zum Delirium getrunken - gegen halb hatten wir "Tatort" Live: 2 Polizeiautos, 1 Krankenwagen.
Die Delirianer hatten sich im Delirium (mental wie auch Lokal) angefangen bös zu prügeln. Ergo blieben wir noch etwas länger sitzen, denn mit Randalen auf dem Gelände geht niemand gerne schlafen. Hilke und Karl-Heinz kamen auch noch vorbei - schlafen konnten auch sie nicht.
Irgendwann kehrte dann Ruhe ein - Riiabona entschied sich dennoch, unter dem Sonnensegel zu nächtigen, um allfällige Vandalenakte zu verhindern.
Der Sonntag begann ruhig - mit Lunchpaket holen, Kleidersaum nähen, Dekadenz trinken, sich die Haare aufstecken und warten, dass Spiderworld eröffnet werde.
Schon am Vormittag waren es viele Besucher - Nachmittags wusste man nicht mehr, wo sich wehren - so viele interessierte Kinder (und grosse Kinder)
Irgendwann wurde es dann 1700h - und wir machten uns müde aber happy ans Aufräumen.
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